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geplante Vereinsgründung in MAnnheim

VEREINSGRÜNDUNG in Mannheim / MA (in Baden-Württemberg) geplant als Kulturverein in der Metropolregion Rhein-Neckar mit dem Motto: „Erhalt und Förderung unbekannter Opernwerke“ (mit dem Schwerpunkt der italienischen Oper).
Wir haben bereits mit einer kleinen Flyer-Aktion in gezielten Einrichtungen in Mannheim begonnen und brauchen weitere Unterstützung. Es sollen Opern konzertant bzw. halb-szenisch präsentiert werden und mit Arien-Konzerten ergänzt werden. Es geht um die Suche für Mitgründer des geplanten Vereins. Wir sind momentan nur zu dritt und benötigen mindestens 4 weitere Mitgründer zur Anmeldung dieses „Kulturvereins“. Alle Interessenten können sich hier oder unter catalani@freenet.de bei mir melden.
Gruß
David

Associazione fondata a Mannheim / MA (Baden-Württemberg) è prevista come associazione culturale nel Reno-Neckar con il motto: „la salvaguardia e la promozione di opere sconosciute“ (con l’accento sulla lirica italiana).
Abbiamo già iniziato con una piccola campagna volantino in strutture mirate a Mannheim e hanno bisogno di ulteriore assistenza. Sarà presentato in opere concerto o semi-scenica e integrato con Arias concerti. Si tratta della ricerca di un co-fondatore dell’associazione proposto. Ci sono attualmente solo 3 persone e deve avere almeno 4 altri co-fondatore di accedere questa „associazione culturale“. Tutte le parti interessate possono contattarmi qui o in catalani@freenet.de.
saluto
David

Association to be founded in Mannheim / MA (in Baden-Württemberg) is planned as a cultural association in the Rhine-Neckar with the motto: „the preservation and promotion of unknown operas“ (with an emphasis on Italian opera).
We have already started with a small flyer campaign in targeted facilities in Mannheim and need further assistance. It will be presented in concert operas or semi-scenic and supplemented with arias concerts. It’s about the search for a co-founder of the proposed association. We are currently only 3 persons and must have at least 4 other co-founder to lregister this „cultural association“. All interested persons can contact me here or at catalani@freenet.de.
greetings
David

LA WALLY in Mannheim

Premierenerlebnis von Catalanis „La Wally“ in Mannheim
Am Freitag den 24 Oktober 2014 erlebte ich die lang erwartete italienische Opernpremiere von Catalanis „La Wally“ (bekannt als „Die Geierwally“ nach W.v.Hillern) im Nationaltheater Mannheim und ging mit sehr gemischten Gefühlen noch anschließend zur Premierenfeier ins Werkhaus.
Wieso sehr gemischte Gefühle? Ich erlebte es live, was das morgenweb am Samstag den 25 Oktober berichtete: „Nachdem der Vorhang nach dem vierten Akt der Oper „La Wally“ (1892) des italienischen Komponisten Alfredo Catalani gefallen war, lieferten sich die Besucher im voll besetzten Opernhaus am Goetheplatz mehr als zehn Minuten lang ein eifriges Gefecht aus Buh- und Bravorufen sowie anderen Äußerungen.“
Auch ich gehörte zu den Buh-rufern, was sich ausschließlich auf die Inszenierung von Herrn Tilman Knabe bezog. Wie es Mannheim zwar schon oft beweisen konnte, haben wir immer wieder gute Ensemblebesetzungen, ein gutes Orchester sowie einen herausragenden Chor, aber leider dominieren seit Jahren die modernen Inszenierungen das Operngeschehen.
Die Opernwerke der alten Meister (Verdi, Catalani, Puccini und andere) werden in der heutigen Zeit so verunstaltet, das gar kein Bezug mehr zu der eigentlichen Handlung mehr besteht und erst wenn das Publikum am Ende sich entzweit hat und auch Buh-rufe erschallen, dann ist die Regie und komischerweise auch die Intendanz zufrieden. Anscheinend ist es gar nicht mehr gewünscht, dass sich das Opernpublikum einstimmig über eine schöne klassische Inszenierung freuen darf, sondern nur noch kontrovers diskutierbare Inszenierungen gefördert werden. Die meisten Opern haben einen historischen Hintergrund als Handlung und auch die Musik ist genau für diese Situationen geschrieben worden und soll gewisse emotionale Situationen hervorrufen, die aber in dieser Aufführung zerstört wurden. Daher sollte auch zukünftig der Originalinhalt der Opern beibehalten werden, ansonsten werde ich mir diese Inszenierungen nicht mehr antun und nur noch in konzertante Vorstellungen gehen. Ich weiß nicht genau wie die jüngere Generation dazu steht (ein paar sind ja für moderne Inszenierungen), ob es aber der italienischen Oper insgesamt zum weiteren Erfolg verhilft, so habe ich da meine Bedenken.

Die schlechteste Inszenierung der Oper „La Wally“
Bei der „Opernkurzeinführung im Foyer“ im Nationaltheater Mannheim am 24 Oktober 2014 vor der eigentlichen Aufführung wurde dem Publikum, welches den Komponisten und seine Oper noch nicht kannte, der Inhalt der Oper zwar erklärt , aber was man später auf der Bühne erlebte passte inhaltlich überhaupt nicht dazu, irritierte und hätte von der Inszenierung eher in ein Musical gepasst als zu einer Oper.
Die Handlung, die eigentlich im Bereich der Gemeinde Sölden im Tiroler Ötztal spielt, wird vom Regisseur Tilman Knabe in die 1968er der Bundesrepublik Deutschland verlegt und in mehreren nicht nachvollziehbaren Zeitsprüngen (20J + 15J + 9J später) als Entwicklung der Protagonistin Wally von der Hippiezeit zur Geschäftsfrau in der WALLY-AG bis hin zur 60jährigen geistig verwirrten und alkoholabhängigen Pennerin dargestellt (Ob dies genau seiner Intention entspricht ist aber unklar).
Im 1.Akt treten Wally und Walter als joint-rauchender Hippie auf und Giuseppe Hagenbach ist Anführer einer Rockergang, der von der Erschießung eines Bären berichtet. Beim Schießwettbewerb wird nicht auf eine Zielscheibe geschossen, sondern es fällt urplötzlich ein toter Geier auf die Bühne (eine Anspielung auf die Geierwally) – was soll dass denn?
Im 2.Akt wird zwar die Kußszene (als Wette vorher abgesprochen) zwischen Wally und Giuseppe Hagenbach dargestellt, jedoch nicht wie ursprünglich auf dem Volksfest sondern nach regieimmanenter Firmenfeier mit albernem Faschingstanz in der WALLY-AG. Am Ende wird Giuseppe Hagenbach umgebracht, was sich aber erst später in Akt 3+4 erschließen lässt, was die Regie damit eigentlich bezwecken will.
Im 3.Akt träumt Wally von Giuseppe Hagenbach, der als Geist in der WALLY-AG umherläuft , aber eigentlich durch Gellner von einer Brücke in die Schlucht gestoßen wird und auch noch sein Ahhhh (als Schreckensausruf) beim Absturz singt (jedoch weiß dies nur der Kenner der Originalhandlung). Auch die Rettung von Giuseppe Hagenbach aus der Schlucht ist nicht nachvollziehbar, nachdem sich Wally in ein Feuerwehrtuch stürzt, danach von Sanitätern behandeln lässt und als Heldin gefeiert wird. Wo ist Giuseppe Hagenbach? Ach ja – es ist ja alles nur imaginär.
Im 4.Akt sieht man Wally mit Walter (der vom Knaben in Akt 1+2 plötzlich in Akt 3+4 zur Frau wurde) zusammen (beide alt und gebrechlich) aber Giuseppe Hagenbach, der nur noch in Wally‘s Wahnvorstellungen umhergeistert, singt unsichtbar seinen Part weiter und wird von einer Lawine erfasst, die man akustisch zwar gut hört aber sich szenisch überhaupt nicht erschließt. Auch die erscheinenden Frauen und Männer aus dem 1 Akt (bestimmt keine Anspielung auf die „Saligen“ im Original) und die Gruppierung junger Menschen ganz am Ende um Wally herum, ergeben für mich keinen Sinn und irritieren nur! Wally bleibt zurück in einer Zwangsjacke und der Mund ist rot verschmiert – was soll das wieder ausdrücken? Und auch das hat mit dem Original null zu tun.
Man hätte noch mehr Beispiele nennen können, was aber den Rahmen hier sprengen würde. Ich habe jedoch keine Lust mich mit solchen modernen und mit Selbstbeweihräucherung vertretenen Inszenierungen zu beschäftigen. Man geht eigentlich in eine Oper um das Original des Komponisten zu erleben (akustisch und optisch) – also mit klassischer und stimmiger Inszenierung, wenn man sich schon mit dem Werk inhaltlich auseinandergesetzt hat.
Die beste Inszenierung einer Wally-Oper war immer noch die von Klagenfurt neben weiteren Aufführungen die ich gesehen habe, wie z.B. in Bern, Bregenz, Düsseldorf-Duisburg und Hamburg (hier in dt.). Hoffentlich wird sich in der Zukunft mal wieder ein Regisseur finden, der im Stil von Franco Zeffirelli inszenieren möchte und dies auch handwerklich versteht. Meiner Meinung nach wünscht sich die die Mehrheit der Operngänger sowie auch einige Opernsänger wieder solche Inszenierungen, aber sie trauen sich nicht dies einzufordern und streben weiterhin wie Lämmer in die Aufführungen bzw. nehmen weiterhin die Engagements an. Übrigens war das Opernhaus nicht voll ausverkauft – doch schon erste Anzeichen eines Zuschauerschwundes bzw. zu wenig Werbung?
So kann es nicht weitergehen und es müssen neue Konzeptionen zum Erhalt der „italienischen Opernkultur“ entwickelt werden.

Die italienische Oper und ihre Zukunft

Die italienische Oper und ihre Zukunft

Die italienische Oper ist zur Zeit an einem Tiefpunkt angelangt und wird durch politische Willkür und Unwissenheit in den Ruin getrieben. Anfänglich wurde der Kulturetat nur in Italien vehement gekürzt, aber auch in anderen europäischen Ländern vermehren sich die Zeichen, dass die Kultur nicht mehr den Stellenwert der letzten Jahrzehnte hat.
Zuerst wurde nach mehr Kultur gefordert, dann haben sich die Menschen dafür eingesetzt und jetzt soll sie wieder verschwinden? Was ist das für eine Moral?

Die italienische Oper macht den überwiegenden Anteil der Opernaufführungen aus und wird aber zur Zeit politisch mit Füssen getreten. Und dann gibt es da noch die Möglichkeit einer Bewerbung als „Kulturhauptstadt“ und man listet alles auf, was man an kulturellem Angebot so vorweisen kann – eine fragwürdige Art und Weise!

Es gibt selbst im italienischen Opernfach noch selten gespielte Werke, die es verdient hätten, den Opernfans mehr präsentiert zu werden. Somit gäbe es einerseits ein zusätzliches kulturelles Angebot neben dem >mainstream< sowie die Möglichkeit, jungen Nachwuchssängern eine weitere Plattform für Erfahrungen und Auftrittsmöglichkeiten zu bieten.
Daher würde mich interessieren, ob es in der Metropolregion Rhein-Neckar vorstellbar ist, Menschen für ein neues Projekt zu gewinnen, um der italienischen Oper eine Zukunft verschaffen zu können. Auf Rückmeldungen freue ich mich und vielleicht kann in der Zukunft ein solches Projekt umgesetzt werden. Repertoireliste und Dirigent mit Orchester stehen bereit.
(Geplant ist die Gründung eines e. V. und es fehlt an Mitstreitern und Sponsoren für dieses Projekt). – Alle aus der Metropolregion sind angesprochen!

Opernaufnahmen

Opernaufnahmen

Für viele Opernfans ist es schwierig einen geeigneten Überblick von Opernaufnahmen zu finden. Es gibt im Internet zwei Anbieter, die versuchen, einen Gesamtüberblick aller Opernwerke zu listen. Diese Arbeit wird schon seit Jahren geleistet und es sind hilfreiche Nachschlagewerke (http://www.operadis-opera-discography.org.uk/ und http://www.carlomarinelli.it/ ).

Da ich persönlich ein Fan der Italienischen Oper bin (sind auch in der Mehrheit der Aufführungsangebote), habe ich – bzw. in langjähriger Arbeit, zu zweit – ein eigenes Archiv angelegt. Der Schwerpunkt ist und bleibt die italienische Oper, aber es gibt auch ein paar Sängerbiographien, Sänger- und Dirigentenlisten (mit links zu homepages und links zu Hörbeispielen von youtube). Für einen groben Überblick könnt ihr euch auf meiner Seite www.esdf-opera.de informieren.

Wir sind auf jede Unterstützung und Information angewiesen, da Recherchen zeitlich sehr aufhalten, viele Infos schwer auffindbar sind und einige Fehlerquellen existieren.